Besatz - Fischerverein Leuk

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Besatz

Verein


Der Besatz mit Massfischen



Der Besatz mit Massfischen wird wohl immer seine Berechtigung haben. Unsere Flüsse und Bäche werden zwar dank den Abwasserreinigungsanlagen immer sauberer, aber es gibt noch andere Faktoren die unsere Fische belasten. Das wären die chemische Verunreinigung, die Hindernisse bei der Wanderung, der tägliche Sunk und Schwall, die Restwassermenge, die Spülungen, die Begradigungen, Planierungen und die Kiesentnahmen, die gewöhnlich in der wasserarmen Zeit (Winter) durchgeführt werden.
Die Fische haben sich während Jahrtausenden, optimal an ihre Umwelt angepasst.Wenn sie aber nicht in die Nebengewässer aufsteigen können, können sie keine optimalen Laichplätze finden. Wenn aber die Sohle des Flusses verschlammt, können sie keine Laichgruben graben. Wenn die Laichgruben zustande kommen, aber die Stauseen im Winter mit Ihrem Gletscherwasser, der feinen Sand enthält, die Eier ersticken, können keine Brütlinge ausschlüpfen. Das gleiche passiert, wenn im Rhonebett während der Laichzeit die Bagger auffahren. Sobald das Wasser trüb wird, ist es um die Eier geschehen. Wenn dennoch einige Schlüpfen und sie In ein paar Zentimeter tiefem Wasser stehen, sind sie urplötzlich, dank dem Sunk, auf dem Trockenen oder werden einfach beim nächsten schnellen Anstieg, vom Wasser weggespült, weils keine flachen Uferzonen hat. Wenn sie es bis da überlebt haben, stellt man kurzerhand das Wasser an den Stauwehren ab.
Das neue Tierschutzgesetz mag ja schön und gut sein. Die wirklichen Probleme werden damit aber nicht beseitigt. Vermutlich ist es einfacher einem Fischer jedes Jahr ein paar neue Gesetze zu verordnen, als die Ursachen dieser Misere aufzuzeigen.
Man kann die Industriealisierung nicht zurück drehen, aber man kann versuchen damit zu leben. Versuchen wir wenigstens die paar wenigen, natürlichen Wasserläufen mit einem optimalen Besatz zu helfen.




Vorsömmerlinge


Ab 2011 werden noch zusätzlich ca. 60000 Vorsömmerlinge ausgesetzt. Sie werden dann zwischen 20 und 60 Tage alt sein. Versuche haben gezeigt, dass sich die Fische, um so jünger sie sind, um so besser anpassen. An den geeigneten Stellen ausgesetzt, zum Beispiel in Kanälen wo sich das Wasser schon früh erwärmt damit genug Nahrung vorhanden ist, werden sie zu fast "wilden" Forellen, aufwachsen.




Die Sömmerlinge



Jedes Jahr werden von unserem Verein ca. 30 000 Brütlinge, die wir vom Kanton erhalten, zu Sömmerlingen aufgezogen. Im Alter von 4 Monaten werden sie dann in einer,genau bestimmten Stückzahl, in die Gewässer von unserem Bezirk ausgesetzt. Wichtig beim Besatz ist es, Stellen zu finden die für die Sömmerlinge optimal sind. Versteckmöglichkeiten, untiefes Wasser,Schutz vor Feinden und Nahrung usw. sind einige Kriterien die zu erfüllen sind damit sie einen bestmöglichen Start in ihr weiteres Leben haben.




Die Brutboxen




Für einzelne Gewässer könnte das eine geeignete Lösung sein. Es wurden letztes Jahr von der Kantonalen Dienststelle einige Versuche unternommen und erste Erfahrungen damit gesammelt. Auch hier ist der Gewässer zustand sehr wichtig. Es sollte eine gleichmässige Wasserführung ohne Sediment sein. Auch die Stellen wohin die Boxen platziert werden ist wichtig, damit die Eier optimal ausgebrütet werden.
In den Boxen kommen ca. 3000 Eier die ungefähr 2 Wochen vor dem ausschlüpfen sind. Die Boxen werden danach mit grobem Kies und Steinen beschwert. Wenn die Brütlinge ausschlüpfen können sie im Kies zuerst ihren Dottersack aufbrauchen, das bis zu 4 Wochen je nach Wassertemperatur gehen kann. Damit haben sie einen fast natürlichen Start und sind bestens in der Natur intregiert.



 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü